Der organisierte Sport lebt durch den ehrenamtlichen Einsatz. In verschiedenen Abfragen und Austauschrunden wird seit Jahren klar, dass die Suche nach ehrenamtlich engagierten Menschen immer herausfordernder wird. Finde dein Ehrenamt ist eine Teilantwort des Sportbundes, um Vereine zu unterstützen und engagierte Menschen zu gewinnen.
Willkommen beim Stellenanzeigengenerator des Sportbund Bielefeld. Dieses Tool erleichtert dir die Erstellung von Stellenanzeigen für ehrenamtliche und andere freiwillige Aufgaben in deinem Sportverein. Die Nutzung ist ganz simpel: Du gibst alle wichtigen Infos in die vorgesehenen Felder ein und kannst das Ergebnis in den Formaten herunterladen, die du brauchst.
Mit dem Stellenanzeigengenerator möchten wir Sportvereinen dabei helfen, schnell und einfach zu kommunizieren. Ob bei bei Social Media, im Messenger oder auch auf analogen Kanälen - die Suche nach freiwilligen Engagierten im Verein wird dadurch leichter.
Stellenanzeigen-Generator für Sportvereine
Formular ausfüllen, Anzeige prüfen und direkt als PDF exportieren. Geeignet für Training, Betreuung, Übungsleitung, Ehrenamt, Minijob oder Teilzeit im Verein. Eingaben werden lokal im Browser gespeichert.
Vorstand & Leitung
Diese Rollen halten den Verein zusammen, treffen Entscheidungen und tragen Verantwortung. Häufig gewählte Ämter – oft ab 18 Jahren, in der Vereinsjugend auch früher.
Der Vorsitz trägt die Gesamtverantwortung, vertritt den Verein nach außen und gibt die Richtung vor. Die stellvertretende Person unterstützt, vertritt bei Abwesenheit und übernimmt eigene Bereiche.
Typische Aufgaben:
- Leitung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen
- Repräsentation des Vereins nach außen
- Strategische Weiterentwicklung des Vereins
- Vertretung des Vereins in rechtlichen und finanziellen Fragen
Passt zu dir, wenn …
du gerne Verantwortung übernimmst, gut moderierst, den Überblick behältst und Menschen zusammenbringst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Muss ich für dieses Amt volljährig sein?
Für den gesetzlich vertretungsberechtigten Vorstand verlangen viele Satzungen Volljährigkeit. In der Vereinsjugend gibt es aber eigene Vorstandsämter, in die du oft schon mit 14 oder 16 gewählt werden kannst.
Bin ich als Vorsitzende*r persönlich für alles haftbar?
Nein. Bei ordnungsgemäßer Arbeit haftet der Verein. Persönliche Haftung droht nur in Ausnahmefällen (grobe Pflichtverletzung). Eine D&O-Versicherung über den LSB NRW federt das zusätzlich ab.
Geschäftsführer*in
Die Geschäftsführung kümmert sich um den laufenden „Maschinenraum“ des Vereins: Verwaltung, Organisation und Koordination, damit alles rund läuft.
Typische Aufgaben:
- Organisation der Vereinsverwaltung
- Mitgliederverwaltung
- Termin- und Sitzungskoordination
- Schnittstelle zwischen Vorstand, Abteilungen und Geschäftsstelle
Passt zu dir, wenn …
du strukturiert arbeitest, gern organisierst und den Überblick über viele kleine Dinge behältst.
Schatzmeister*in / Kassierer*in
Hier laufen die Finanzen zusammen: Einnahmen, Ausgaben, Beiträge und Buchführung. Eine Vertrauensrolle mit klaren Aufgaben.
Typische Aufgaben:
- Verwaltung der Vereinsfinanzen
- Buchführung und Zahlungsverkehr
- Beitragseinzüge
- Vorbereitung von Kassenberichten
Passt zu dir, wenn …
du sorgfältig mit Zahlen umgehst, zuverlässig bist und gern Ordnung hältst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Brauche ich kaufmännische Vorkenntnisse?
Hilfreich, aber kein Muss. Es gibt Einführungen und Vereinsmanagement-Schulungen beim Sportbund. Wichtiger sind Sorgfalt und Zuverlässigkeit.
Darf ich für dieses Amt eine Aufwandsentschädigung bekommen?
Ja, dafür kommt die Ehrenamtspauschale (960 €/Jahr) in Frage, wenn der Verein das so beschließt.
Die Schriftführung hält fest, was beschlossen wird, und kümmert sich um Protokolle und Schriftverkehr – das „Gedächtnis“ des Vereins.
Typische Aufgaben:
- Protokollieren von Sitzungen und Versammlungen
- Verwaltung wichtiger Dokumente und Beschlüsse
- Unterstützung beim Schriftverkehr
Passt zu dir, wenn …
du gut zuhörst, sauber formulierst und Dinge verlässlich dokumentierst.
Kassenprüfer*innen schauen unabhängig auf die Finanzen und bestätigen der Mitgliederversammlung, dass alles korrekt ist. Ein überschaubares, aber wichtiges Amt.
Typische Aufgaben:
- Prüfung der Kassenführung und Belege (meist einmal jährlich)
- Bericht an die Mitgliederversammlung
- Hinweise zur Verbesserung der Abläufe
Passt zu dir, wenn …
du genau hinschaust, fair und unabhängig urteilst und ein paar Stunden im Jahr investieren möchtest.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Muss ich dafür Buchhaltung können?
Grundkenntnisse genügen. Es geht vor allem darum, Belege und Kontobewegungen nachvollziehbar zu prüfen. Du darfst dafür nicht selbst im Vorstand für die Finanzen zuständig sein.
Sportbetrieb & Training
Diese Rollen stehen mitten im Sport – beim Training, im Wettkampf und in der Betreuung. Hier ist oft der Einstieg für junge Menschen.
Trainer*in / Übungsleiter*in
Trainer*innen und Übungsleiter*innen planen und leiten das Training, betreuen Gruppen oder Mannschaften und begeistern andere für den Sport.
Typische Aufgaben:
- Planung und Durchführung von Training und Sportangeboten
- Betreuung von Gruppen oder Mannschaften verschiedener Zielgruppen
- Vorbereitung auf Wettkämpfe oder Vorführungen
- Schaffen einer sicheren, motivierenden Atmosphäre
Passt zu dir, wenn …
du gern anleitest, Geduld mitbringst und anderen etwas beibringen möchtest.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Brauche ich eine Lizenz, um zu trainieren?
Zum Einstieg oft nicht – viele beginnen als Assistenz. Für eigenständiges Anleiten ist die Übungsleiter*in-C-Lizenz (DOSB) Standard. Der Sportbund Bielefeld bildet dafür aus (120 Lerneinheiten).
Welche Pauschale gilt für mich?
Für anleitende Tätigkeit die Übungsleiterpauschale (bis 3.300 €/Jahr steuerfrei).
Ab welchem Alter kann ich Übungsleiter*in werden?
In die C-Lizenz-Ausbildung steigt man meist ab 16 Jahren ein. Davor kannst du über die Sporthelfer-Ausbildung erste Erfahrung sammeln.
Sporthelfer*in / Gruppenhelfer*in
Der ideale Einstieg für junge Menschen: Sporthelfer*innen unterstützen das Training, helfen bei Gruppen und Veranstaltungen und sammeln erste Erfahrung im Anleiten – begleitet und ohne Druck.
Typische Aufgaben:
- Mithilfe bei Training und Sportangeboten
- Unterstützung von Übungsleiter*innen und Trainer*innen
- Begleitung bei Ausflügen, Turnieren und Festen
- Erste eigene kleine Aufgaben mit Anleitung
Passt zu dir, wenn …
du jung bist (oft schon ab 13), Lust auf Sport hast und ausprobieren willst, ob Anleiten dir liegt.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Wie werde ich Sporthelfer*in?
Über die Sporthelfer-Ausbildung, die häufig an Schulen oder beim Sportbund Bielefeld angeboten wird. Sie ist speziell für junge Menschen gemacht und ein guter erster Schritt Richtung Übungsleiter-Lizenz.
Ist das schon ein „richtiges“ Amt mit Verantwortung?
Du übernimmst Verantwortung in einem geschützten Rahmen und wirst dabei von erfahrenen Personen begleitet – ideal zum Reinwachsen.
Sportwart*in
Sportwart*innen koordinieren den Sportbetrieb einer Abteilung: Trainingszeiten, Wettkämpfe und der Draht zu Trainer*innen.
Typische Aufgaben:
- Koordination des Sportbetriebs
- Organisation von Wettkämpfen und Spielbetrieb
- Ansprechperson für Trainer*innen und Aktive
- Abstimmung von Hallen- und Platzbelegung
Passt zu dir, wenn …
du gut planst, gern koordinierst und den sportlichen Ablauf im Blick behältst.
Jugendwart*in / Jugendleiter*in
Diese Rolle vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Verein, organisiert Angebote für sie und ist Bindeglied zu Eltern und Schulen.
Typische Aufgaben:
- Vertretung der Interessen von Kindern und Jugendlichen
- Organisation von Jugendangeboten und -aktionen
- Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und der Vereinsjugend
- Ansprechperson für junge Mitglieder
Passt zu dir, wenn …
du gern mit jungen Menschen arbeitest, ideenreich bist und ihre Anliegen ernst nimmst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Brauche ich dafür eine besondere Ausbildung?
Empfehlenswert ist die Jugendleiter*innen-Ausbildung (Jugendleiter*in-Card „Juleica“). Bei regelmäßigem Kontakt zu Minderjährigen sind erweitertes Führungszeugnis und Ehrenkodex üblich.
Mannschaftsbetreuer*in
Betreuer*innen sind für eine Mannschaft da: Organisation drumherum, Begleitung zu Spielen und ein offenes Ohr für die Aktiven.
Typische Aufgaben:
- Organisation rund um Spiele und Fahrten
- Begleitung und Betreuung der Mannschaft
- Kommunikation mit Trainer*innen, Eltern und Verein
Passt zu dir, wenn …
du zuverlässig bist, gern organisierst und das Teamleben unterstützen möchtest.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Brauche ich ein erweitertes Führungszeugnis?
Wenn du regelmäßig Kinder und Jugendliche betreust: ja, in der Regel schon (für Ehrenamtliche meist gebührenfrei).
Schieds- / Kampfrichter*in
Schieds- und Kampfrichter*innen sorgen für faire, regelkonforme Wettkämpfe. Eine Rolle mit klaren Aufgaben und oft flexiblen Einsätzen.
Typische Aufgaben:
- Leitung oder Bewertung von Spielen und Wettkämpfen
- Anwendung und Durchsetzung der Sportregeln
- Neutrale, faire Entscheidungen treffen
Passt zu dir, wenn …
du die Sportart gut kennst, ruhig bleibst und gern Verantwortung im Wettkampf übernimmst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Wie werde ich Schiedsrichter*in?
Über Lehrgänge des jeweiligen Fachverbands, die mit einer Prüfung abschließen. Das Einstiegsalter ist je nach Sportart oft schon ab 12–14 Jahren.
Bekomme ich dafür Geld?
Häufig gibt es eine Aufwandsentschädigung pro Einsatz; im Amateurbereich kann die Ehrenamtspauschale genutzt werden.
Organisation, Kommunikation & Menschen
Hinter den Kulissen sorgen diese Rollen dafür, dass der Verein sichtbar, gut organisiert und für alle ein guter Ort ist. Oft ohne sportliche Vorkenntnisse möglich.
Presse-, Öffentlichkeitsarbeit & Social Media
Diese Rolle macht den Verein sichtbar – auf der Website, in sozialen Medien und in der lokalen Presse.
Typische Aufgaben:
- Pflege von Website und Social-Media-Kanälen
- Erstellung von Beiträgen, Fotos, Flyern und Pressemitteilungen
- Kommunikation mit Medien
- Berichte von Spielen, Events und Aktionen
Passt zu dir, wenn …
du gern schreibst, fotografierst, gestaltest oder dich mit Instagram & Co. auskennst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Worauf muss ich besonders achten?
Auf Urheber-, Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte – besonders bei Fotos von Minderjährigen (Einwilligung der Eltern). Kläre offizielle Posts mit dem Vorstand ab.
Event- & Veranstaltungsmanagement
Von der Idee bis zum Aufräumen: Diese Rolle plant und organisiert Turniere, Feste und Aktionen.
Typische Aufgaben:
- Planung von Turnieren, Festen und Aktionen
- Koordination von Helfer*innen
- Ablaufplanung und Organisation vor Ort
- Abstimmung mit Partnern, Sponsoren und Behörden
Passt zu dir, wenn …
du gern Dinge auf die Beine stellst, im Team arbeitest und auch unter Zeitdruck den Überblick behältst.
Mitgliederverwaltung & -betreuung
Diese Rolle ist erste Anlaufstelle für neue Mitglieder und hält die Mitgliederdaten in Ordnung.
Typische Aufgaben:
- Ansprechperson für neue Mitglieder
- Unterstützung beim Einstieg in den Verein
- Pflege und Verwaltung der Mitgliederdaten
Passt zu dir, wenn …
du freundlich und organisiert bist und gern Menschen den Einstieg erleichterst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Worauf muss ich beim Umgang mit Daten achten?
Mitgliederdaten dürfen nur für Vereinszwecke und nur von Berechtigten genutzt werden (DSGVO). Sorgfalt und Vertraulichkeit sind hier besonders wichtig.
Ehrenamtskoordinator*in / Ehrenamtsmanager*in
Diese Rolle gewinnt, begleitet und wertschätzt die Engagierten – sie sorgt dafür, dass Ehrenamt im Verein gut funktioniert und Spaß macht.
Typische Aufgaben:
- Gewinnung neuer Ehrenamtlicher
- Begleitung und Wertschätzung der Engagierten
- Vermittlung passender Aufgaben
- Organisation von Dank- und Anerkennungsformaten
Passt zu dir, wenn …
du Menschen verbindest, gut zuhörst und andere für das Mitmachen begeistern kannst.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Gibt es dafür eine Qualifizierung?
Ja, der Sportbund Bielefeld bietet u. a. das Zertifikat „Ehrenamtsmanager*in“ an.
Präventions- / Kinderschutzbeauftragte*r
Eine besonders verantwortungsvolle Rolle: Ansprechperson für den Schutz vor Gewalt, Umsetzung des Schutzkonzepts und Vertrauensperson im Verein.
Typische Aufgaben:
- Umsetzung von Schutz- und Präventionsmaßnahmen
- Ansprechperson für Kinder- und Jugendschutz
- Begleitung des vereinseigenen Schutzkonzepts
- Sensibilisierung und Beratung im Verein
Passt zu dir, wenn …
du einfühlsam, verschwiegen und verantwortungsbewusst bist und für andere da sein möchtest.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Werde ich dafür geschult und unterstützt?
Ja. Es gibt Qualifizierungen und Materialien des Landessportbundes NRW sowie eine unabhängige Beratungsstelle. Du musst schwierige Fälle nie allein bewältigen.
Inklusionsbeauftragte*r
Diese Rolle setzt sich dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam Sport treiben können.
Typische Aufgaben:
- Förderung barrierefreier und inklusiver Angebote
- Beratung zu Teilhabe und Zugänglichkeit
- Abbau von Barrieren – baulich wie in den Köpfen
Passt zu dir, wenn …
dir Teilhabe am Herzen liegt und du Angebote für wirklich alle öffnen möchtest.
Beauftragte*r für Vielfalt & Integration
Diese Rolle macht den Verein zu einem Ort für alle – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Hintergrund – und steht für ein klares Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus.
Typische Aufgaben:
- Förderung von Vielfalt und gleichberechtigter Teilhabe
- Brückenbau zu neuen Zielgruppen und Communities
- Unterstützung bei Sprachbarrieren und beim Ankommen
- Position beziehen gegen Diskriminierung und Rassismus
Passt zu dir, wenn …
du offen auf Menschen zugehst, Brücken baust und für ein faires Miteinander einstehen willst.
Technik & Infrastruktur
Ohne funktionierende Sportstätten, Geräte und Technik läuft nichts. Diese Rollen halten den Betrieb am Laufen – häufig flexibel und projektweise.
Platz- / Hallenwart*in
Platz- und Hallenwart*innen sorgen dafür, dass Sportstätten gepflegt, sicher und einsatzbereit sind.
Typische Aufgaben:
- Pflege und Kontrolle der Sportstätten
- Organisation kleiner Reparaturen
- Auf- und Abschließen, Sicherheit prüfen
Passt zu dir, wenn …
du gern anpackst, handwerklich nicht ungeschickt bist und Verantwortung für „den Ort“ übernehmen möchtest.
Häufige Fragen speziell zu dieser Rolle:
Kann ich dafür eine Pauschale bekommen?
Ja, für diese Tätigkeit kommt die Ehrenamtspauschale (bis 960 €/Jahr) in Betracht, wenn der Verein sie zahlt.
Gerätewart*in
Gerätewart*innen verwalten und pflegen die Sportgeräte und achten darauf, dass alles sicher und vollständig ist.
Typische Aufgaben:
- Verwaltung und Pflege von Sportgeräten
- Kontrolle von Sicherheit und Zustand
- Organisation von Ersatz und Reparaturen
Passt zu dir, wenn …
du ordentlich und gewissenhaft bist und gern für Material und Ausstattung sorgst.
Digitalisierungsbeauftragte*r
Eine moderne Rolle: Diese Person bringt den Verein digital voran – von der Vereinssoftware bis zu Online-Tools für Anmeldungen und Kommunikation.
Typische Aufgaben:
- Auswahl und Pflege digitaler Tools (z. B. Vereinssoftware)
- Unterstützung bei Online-Anmeldungen und digitaler Kommunikation
- Hilfe für weniger technikaffine Mitglieder
- Achten auf Datenschutz bei digitalen Lösungen
Passt zu dir, wenn …
du dich mit Technik und Apps auskennst und Lust hast, Abläufe einfacher zu machen – ein häufig gesuchter Bereich, gerade für jüngere Engagierte.
Noch Fragen? So geht es weiter
Du hast eine Rolle gefunden, die dich anspricht – oder bist dir noch unsicher? Beides ist völlig in Ordnung. Der einfachste nächste Schritt ist ein kurzes Gespräch: mit deinem Verein vor Ort oder mit dem Sportbund Bielefeld. Gemeinsam findet sich fast immer eine Aufgabe, die zu dir passt.
Hinweis: Diese FAQ gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Einzelne Regelungen können je nach Verein abweichen. Die genannten Beträge zu Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale entsprechen dem Stand 2026. Maßgeblich sind im Einzelfall die Satzung deines Vereins, die geltenden Gesetze sowie die Bedingungen der Sportversicherung des Landessportbundes NRW.
Allgemeine Fragen für alle Rollen
Die folgenden Antworten gelten grundsätzlich für jedes Ehrenamt im Verein – egal ob du trainierst, organisierst, im Vorstand mitarbeitest oder beim Vereinsfest hilfst. Wichtig: Vereine sind eigenständig. Manche Dinge regelt jeder Verein etwas anders. Im Zweifel hilft immer ein kurzes Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort.
Einstieg & Allgemeines
Nicht unbedingt. Viele Vereine freuen sich auch über Hilfe von Menschen, die (noch) kein Mitglied sind – zum Beispiel beim Vereinsfest oder bei einem Projekt. Für manche Ämter, etwa im Vorstand, ist eine Mitgliedschaft aber Voraussetzung. Das steht in der Satzung des Vereins.
Für viele Aufgaben gibt es kaum Altersgrenzen – mithelfen kannst du oft schon mit 13 oder 14. Die Sporthelfer-Ausbildung ist genau für junge Menschen gedacht. Für eine Übungsleiter-Lizenz ist man meist ab 16 dabei. Gewählte Vorstandsämter setzen je nach Satzung oft Volljährigkeit (18 Jahre) voraus, in der Vereinsjugend gibt es aber auch Ämter ab 14 oder 16.
Das hängt ganz von der Aufgabe ab. Manches kostet nur ein paar Stunden im Monat oder einen einzelnen Einsatz beim Turnier, anderes ist ein regelmäßiger wöchentlicher Termin. Du entscheidest mit, was zu deinem Alltag passt – viele Vereine sind hier flexibel.
Ja. Die allermeisten Ehrenämter lassen sich an deine Zeit anpassen. Sprich offen an, wie viel du leisten kannst – so findet ihr gemeinsam eine Aufgabe, die nicht zur Belastung wird.
Für viele Aufgaben nicht. Vereine brauchen Unterstützung in ganz unterschiedlichen Bereichen – Organisation, Veranstaltungen, Social Media, Verwaltung, Technik oder Betreuung. Wer selbst trainieren oder anleiten möchte, wird über Ausbildungen Schritt für Schritt vorbereitet.
Am besten in einem kurzen Gespräch mit dem Verein: Was interessiert dich, was kannst du gut, wie viel Zeit hast du? Daraus ergibt sich oft schnell eine passende Rolle. Auch der Sportbund Bielefeld und Engagement-Plattformen helfen bei der Suche.
Suchbörsen & Anlaufstellen (Beispiele): Sportbund Bielefeld, die Freiwilligenagentur Bielefeld, die Engagement-Plattformen der Stadt Bielefeld sowie überregionale Portale wie ehrenamt.de oder vostel.de.
Klar. Du musst dich nicht sofort für ein festes Amt entscheiden. Viele steigen über das Mithelfen bei einer Veranstaltung oder als Assistenz ein und schauen in Ruhe, ob es passt.
Ja, Engagement ist freiwillig. Schön ist, wenn du frühzeitig Bescheid gibst – dann lässt sich eine gute Übergabe organisieren, und der Verein bleibt handlungsfähig. Bei gewählten Ämtern gelten manchmal Amtszeiten, aus denen man aber ebenfalls ausscheiden kann.
Eine Menge: neue Leute, Verantwortung, praktische Erfahrung, kostenlose Qualifizierungen und Fähigkeiten, die auch in Schule, Studium und Beruf zählen (Teamarbeit, Organisation, Kommunikation). Außerdem gestaltest du deinen Verein und deine Stadt aktiv mit.
Kinder- & Jugendschutz
Bei Tätigkeiten mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen ist das in der Regel erforderlich (geregelt in § 72a SGB VIII). Du beantragst es beim Bürgeramt; für ehrenamtliche Tätigkeit ist es meist gebührenfrei – dafür stellt dir der Verein eine Bestätigung aus. Der Verein sieht das Zeugnis nur ein und dokumentiert das, behalten darfst du es selbst.
Eine freiwillige Selbstverpflichtung mit klaren Verhaltensregeln im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Landessportbund NRW lässt ihn bei allen Lizenzausbildungen unterschreiben; viele Vereine setzen ihn für alle Betreuenden voraus. Er schützt die Schützlinge – und gibt dir Sicherheit im Umgang.
Während Training, Fahrten oder Veranstaltungen liegt die Aufsichtspflicht bei den verantwortlichen Betreuungspersonen. Was das konkret bedeutet, bespricht der Verein mit dir – gerade am Anfang wirst du dabei nicht allein gelassen.
Viele Vereine haben ein Schutzkonzept und benannte Ansprechpersonen. Beobachtungen oder Verdachtsfälle meldest du entsprechend den Vereinsregeln – du musst und sollst so etwas nie allein klären. Der Landessportbund NRW bietet zusätzlich eine unabhängige Beratungsstelle.
Für viele Aufgaben ist das nicht verpflichtend, wird aber empfohlen und von manchen Fachverbänden für Lizenzen vorausgesetzt. Ein aktueller Kurs schadet nie und gibt dir Sicherheit.
Qualifizierung & Unterstützung
Für viele Aufgaben keine besonderen Vorkenntnisse – Zuverlässigkeit und Motivation zählen oft mehr. Wo eine Ausbildung sinnvoll ist (z. B. zum Anleiten), wirst du dafür qualifiziert. Sprich am besten mit deinem Verein ab, was nötig ist.
Ja, und das wird stark gefördert. Der Sportbund Bielefeld bietet u. a. die Sporthelfer-Ausbildung, die Übungsleiter*in-C-Lizenz (120 Lerneinheiten), Jugendleiter*innen-Ausbildungen sowie Zertifikate wie „Ehrenamtsmanager*in“. Die Lizenzen sind deutschlandweit gültig (DOSB-System) und oft vergünstigt oder für Vereinsaktive kostenfrei.
Ja. Viele Vereine stellen Ehrenamtsbescheinigungen oder Tätigkeitsnachweise aus. Lizenzen und Zertifikate sind anerkannte Nachweise, die sich gut im Lebenslauf machen. Es gibt zudem die Ehrenamtskarte NRW als Anerkennung für besonderes Engagement.
Zuerst die Ansprechpersonen und der Vorstand in deinem Verein. Darüber hinaus unterstützt der Sportbund Bielefeld bei Fragen rund ums Engagement, Qualifizierung und Vereinsentwicklung.
Je nach Struktur helfen Vorstand, Vertrauens- oder Ansprechpersonen, die Ehrenamtskoordination oder – bei größeren Themen – der Sportbund. Niemand muss einen Konflikt allein aushalten.
Versicherung & Haftung
In der Regel ja. In Nordrhein-Westfalen sind die Vereine über die Sportversicherung des Landessportbundes NRW (abgewickelt über die ARAG) abgesichert. Mitversichert sind unter anderem Mitglieder, ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende, Übungsleiter*innen, Trainer*innen, Schieds- und Kampfrichter*innen sowie beauftragte Helfer*innen bei Vereinsveranstaltungen. Welche Leistungen genau gelten, erfährst du beim Verein.
Meistens nicht. Wer im Auftrag des Vereins handelt, ist über den Verein abgesichert. Eine persönliche Haftung kommt vor allem bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit in Betracht – also wenn jemand absichtlich oder besonders leichtsinnig handelt.
Viele dieser Schäden deckt die Haftpflichtversicherung des Vereins ab. Melde einen Schaden möglichst schnell dem Verein – dann kann er an die Versicherung weitergegeben werden.
Grundsätzlich der Verein, abgesichert über die Sportversicherung. Wichtig ist, dass es sich um eine offizielle Vereinsveranstaltung handelt und der Unfall zeitnah gemeldet wird.
Oft besteht über die Vereinsversicherung Schutz. Kläre vor solchen Fahrten am besten kurz ab, welche Regelung bei euch gilt – und ob du eventuell deine eigene Kfz-Versicherung informieren solltest.
Grundsätzlich ja, wenn der Verein das erlaubt und die Eltern informiert sind und zustimmen. Achte auf gültige Fahrerlaubnis, ausreichend Sitze und Kindersicherung. Den Versicherungsschutz solltest du vorher klären.
Geld, Steuern & Auslagen
Ehrenamt heißt zuerst: freiwillig und unentgeltlich. Viele Vereine zahlen aber eine kleine Aufwandsentschädigung oder nutzen die steuerfreien Pauschalen (siehe unten). Erwarte kein „Gehalt“ – es geht um einen Ausgleich für deinen Einsatz.
Eine Möglichkeit, ehrenamtliche Tätigkeiten steuerfrei zu vergüten – zum Beispiel im Vorstand, als Kassierer*in, Platzwart*in oder Schiedsrichter*in im Amateurbereich. Seit dem 1. Januar 2026 liegt der Freibetrag bei 960 Euro im Jahr (geregelt in § 3 Nr. 26a Einkommensteuergesetz).
Sie gilt für anleitende, betreuende, ausbildende oder pädagogische Tätigkeiten – also klassisch für Trainer*innen und Übungsleiter*innen. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt sie 3.300 Euro im Jahr (§ 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz).
Ja – aber nur für unterschiedliche Tätigkeiten. Wer zum Beispiel trainiert (Übungsleiterpauschale) und zusätzlich im Vorstand mitarbeitet (Ehrenamtspauschale), kann beide nutzen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Für ein und dieselbe Tätigkeit geht das nicht.
Bis zur Höhe der jeweiligen Pauschale bleibt das Geld steuer- und sozialabgabenfrei. Erst was darüber hinausgeht, kann steuerpflichtig werden. Bei Unsicherheit lohnt eine kurze Steuerberatung – diese FAQ ersetzt keine individuelle Beratung.
Das hängt von Art und Höhe ab. Die Freibeträge werden nicht automatisch berücksichtigt, sondern müssen in der Steuererklärung korrekt eingetragen werden. Bist du dir unsicher, frag im Verein oder bei einer Steuerberatung nach.
Viele Vereine erstatten nach Absprache echte Auslagen wie Fahrt-, Material- oder Veranstaltungskosten. Auslagenersatz ist getrennt von den Pauschalen zu betrachten. Hebe Belege auf und klärt die Regeln am besten vorher.
Meistens nicht. Aufwandsentschädigungen werden in der Regel auf Grundlage einer Vereinbarung oder eines Vorstandsbeschlusses ausgezahlt. Für Auslagen reichen oft Belege und ein einfacher Erstattungsbeleg.
Nachweise über Vergütungen, Fahrt- und Materialkosten sowie Erstattungen. Eine kleine, ordentliche Sammlung erleichtert später die Steuererklärung und Rückfragen.
Grundsätzlich ja. Allerdings können je nach Leistung Melde- oder Anrechnungspflichten bestehen. Informiere dich vorher kurz bei der zuständigen Stelle (z. B. BAföG-Amt, Jobcenter, Rentenversicherung), damit es keine Überraschungen gibt.
Vereinsrecht & Verantwortung
Nur, wenn dir das ausdrücklich übertragen wurde oder du dem vertretungsberechtigten Vorstand angehörst. Ohne diese Befugnis solltest du keine Verträge im Namen des Vereins abschließen.
Der Vorstand führt den Verein ordnungsgemäß und achtet auf die Einhaltung von Gesetzen und Satzung. Das ist verantwortungsvoll, aber gut machbar – und du teilst die Aufgaben mit dem Team. Für junge Engagierte gibt es eigene Ämter in der Vereinsjugend.
Im Normalfall nicht. Eine persönliche Haftung von Vorstandsmitgliedern kommt nur in besonderen Ausnahmefällen in Betracht, etwa bei grober Pflichtverletzung. Eine D&O-Versicherung ist im NRW-Sportversicherungsvertrag inzwischen enthalten.
Fördermittel dürfen nur entsprechend den Förderbedingungen verwendet und müssen sauber dokumentiert werden. Verwendungsnachweise sind fristgerecht einzureichen. Wenn du damit zu tun hast, hol dir frühzeitig Unterstützung im Verein oder beim Sportbund.
Nur Personen, die die Daten für ihre Vereinsaufgabe wirklich brauchen und dazu berechtigt sind. Daten gehören nicht in private Hände oder an Außenstehende.
